Herbst-Impfung: Was die STIKO für Ältere empfiehlt, und was sich bei Corona geändert hat

Ein Mann mit Fieber und einer Tasse Tee im Bett, aehlt sich die Stirn vor Grippe-Schmerzen

Dieser Text über Impfung ersetzt kein Gespräch mit Deiner Hausarztpraxis und wäre ohne KI nie entstanden. Er fasst zusammen, was die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt.

Die Blätter fallen, die Nasen laufen. Im Herbst fragen viele Growdies: Brauche ich eine Impfung, und wenn ja, welche? Wir haben die Empfehlungen für Menschen ab 60 für Dich zusammengetragen. Das Wichtigste vorweg: Bei Corona hat sich in diesem Sommer etwas geändert.

Die Stelle, die Euch Kinder und Enkel fragen werden

Die STIKO empfiehlt die jährliche Corona-Auffrischung seit Juli 2026 nicht mehr allen ab 60, sondern allen ab 75 Jahren. Für gesunde Erwachsene unter 75 besteht damit in der Regel keine Empfehlung mehr. Für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen und für Bewohner von Pflegeheimen bleibt sie bestehen. Das berichten das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).

Wichtig: Wenn Du jünger als 75 bist und unsicher, ob die Impfung für Dich sinnvoll ist, frag Deine Hausarztpraxis. Vorerkrankungen können den Ausschlag geben.

Was die STIKO sonst empfiehlt

Nach der Zusammenfassung des BIÖG (Pressemitteilung vom 6. Oktober 2026) gilt:

Grippe (Influenza): Jedes Jahr für alle ab 60. Auch jüngere Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Schwangere, Pflegeheimbewohner und medizinisches Personal. Am besten zwischen Oktober und Mitte Dezember. Der Schutz baut sich in etwa zwei Wochen auf. Wer erst später dran denkt, kann trotzdem noch impfen.

RSV: Einmalig für alle ab 75 und für Menschen von 60 bis 74 mit bestimmten schweren Grunderkrankungen oder in Pflegeeinrichtungen. Am besten im September oder Anfang Oktober, also vor der RSV-Saison.

Pneumokokken (eine Ursache für Lungenentzündungen): Empfohlen für alle ab 60. Sie lässt sich gleichzeitig mit anderen Herbstimpfungen geben.

Corona: siehe oben.

Mehrere Impfungen können laut STIKO bei einem Termin gegeben werden, wenn sie empfohlen sind. Welche Kombination für Dich passt, klärst Du mit der Praxis.

Wer zahlt?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die von der STIKO empfohlenen Impfungen, private Versicherungen in der Regel ebenso (so das BIÖG). [PRÜFEN: Bei der geänderten Corona-Empfehlung ist die Übernahme in die Richtlinie noch zu bestätigen.] Impfen kann man in Haus- und Facharztpraxen, bei Betriebsärzten und in manchen Apotheken, dort vor allem Grippe und Corona für Erwachsene.

Wie ist die Lage gerade?

Nach dem wöchentlichen Bericht des Robert Koch-Instituts für die Woche vom 12. bis 18. Oktober sind die meisten Atemwegsinfekte derzeit keine Grippe, sondern Erkältungsviren. Die Grippewelle hat nach diesen Daten noch nicht begonnen. Das ist kein Grund, zu warten: Der Schutz braucht seine Zeit.

Was Du tun kannst

  1. Schau in Deinen Impfausweis. Wann war was?
  2. Mach einen Termin bei Deiner Hausarztpraxis und bring den Impfausweis mit.
  3. Der „Impfcheck“ unter infektionsschutz.de hilft bei einer ersten Orientierung.
  4. Wenn Du mit dem Termin Hilfe brauchst: Bitte jemanden aus der Familie, mitzukommen oder zu fahren.

Mach es zu zweit

Fragt Euch als Generationenpartner gegenseitig: Wann war Deine letzte Grippeimpfung? Wer begleitet wen zum Termin? Wer kennt den Impfausweis? Die Frage „Hast Du schon?“ ist eine der liebevollsten, die man stellen kann. So hat es schon unsere Sprüche-Sammlung gezeigt.

Medikamente und Impfstoffe gehören in ärztliche Hände. Wie Du Rezeptpflichtiges bequem bekommst, steht in unserem Beitrag zu Medikamenten nach Hause liefern. Und auf dem Growdy-Board (Pinnwand) kannst Du schreiben: Wer geht in Eurer Familie zuerst zur Impfung?

Bei Beschwerden oder Unsicherheit gilt immer: Frag Deine Hausarztpraxis.

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