Was hat deine Mutter immer gesagt?

Vor über zehn Jahren habe ich angefangen, die Sprüche meines Vaters aufzuschreiben. Jetzt haben sie ein eigenes Zuhause: die Sprüche unserer Eltern - neue Räume im Museum des Lebens!

Früher konnten wir sie nicht mehr hören, jetzt lieben wir sie – und der oder die eine oder andere vermisst sich sicherlich auch: die Sprüche unserer Eltern.

„Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst …“ – na, wer hat jetzt sofort im Ohr, wie der Satz weitergeht? 😉 Eben. Manche Sätze vergisst man nie. Sie kommen einfach irgendwann aus einem selbst heraus, meistens dann, wenn man es am wenigsten erwartet … und dann erschrickt man kurz, weil man plötzlich klingt wie die eigene Mutter oder der eigene Vater.

Vor über zehn Jahren habe ich hier auf Growdy angefangen, die Sprüche meines Vaters aufzuschreiben. Damals mit der Idee: Wenn wir das alle machen, legen wir zusammen den Grundstein für ein Archiv der Sprüche unserer Eltern. Ein paar von euch haben gleich mitgemacht – danke Oli! – und dann … ist das Ganze ein bisschen eingeschlafen. Wie das halt so ist.

Jetzt haben die Sprüche ein eigenes Zuhause

Ab heute gibt es die Sprüche unserer Eltern als eigene Sammlung, als eigenes Growdy-Board! Jeder Spruch hängt dort als Zettel an der Pinnwand, wie früher am Kühlschrank. Man kann stöbern, nach Themen schauen – Arbeit, Küche, Erziehung, Wetter, Liebe, Geld – und nach Jahrzehnten.

Die alten Sprüche sind natürlich schon umgezogen. Zum Beispiel von meinem Vater:

„Überlasse das Denken lieber den Pferden, die haben die größeren Köpfe.“ – Vater Busse

Oder von meiner Oma Margerite, die ich sehr vermisse:

„Frühaufsteher sind morgens eingebildet und nachmittags dumm.“ – Oma Margerite

Und Olis Papa, der eine ganz besondere Art hatte zu loben:

„Wenn ich nichts sage, dann hast du es ganz gut gemacht …“

Und weil es für die schönereWelt! einfach dazugehört, hängt da auch Pippi Langstrumpf: „Wir machen uns die Welt, widde widde wie sie uns gefällt.“ Denn ehrlich gesagt: Es müssen nicht nur die Sprüche unserer Eltern sein. Jeder alte Spruch, der dich geprägt hat, ist willkommen!

So machst du mit

  1. Geh auf die Spruchsammlung.
  2. Schreib deinen Spruch auf – gern im Dialekt, so wie er gesagt wurde.
  3. Sag dazu, wer ihn gesagt hat: Mutter, Vater, Oma, Opa … und wenn du magst, auch den Namen.
  4. Wenn du es noch weißt: Wann hat man das gesagt? „Wenn wir den Teller nicht leer gegessen haben“ – solche Geschichten sind oft das Schönste daran.

Wir schauen kurz drüber, dann hängt dein Spruch an der Wand. Und du bekommst dafür ein paar GrowUps. 😉

Du kennst einen Spruch schon, aber bei euch hieß er ein bisschen anders? Dann tipp auf „Das kenne ich auch“ und schreib deine Variante dazu. Ich bin gespannt, wie viele Varianten es vom Füße-unter-dem-Tisch-Spruch gibt …

Warum das wichtig ist

In jedem dieser Sätze steckt ein Stück Lebensweisheit unserer Eltern. Manchmal liebevoll, manchmal streng, oft zum Schmunzeln. Und wie fast immer gilt: Das Alter spielt keine Rolle … Eltern haben oder hatten wir alle, zu jeder Zeit!

Das Museum des Lebens ist kuratiert von den Kleinen Dingen des Lebens – nicht nur den Großen Meilensteinen!

Frag doch mal deine Eltern oder Großeltern beim nächsten Besuch oder Telefonat, was ihre Eltern immer gesagt haben. Ihr werdet lachen, staunen – und euch erinnern. Und dann schreibt es auf, bevor es verloren geht.

Ich freu mich auf eure Sprüche!

Euer Sven

Growdy-Board (Pinnwand)

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